Vielerorts in Sarajevo ist deutlich spürbar, dass Papst Franziskus bald kommen wird. Besonders deutlich ist dies bei den Vorbereitungen der Eucharistiefeier im Olympiastadion Koševo und bei den Vorbereitungen für die Begegnung mit der Geistlichkeit in der Kathedrale von Sarajevo zu spüren.
In diesen Tagen ist die Hostienvorbereitung, sowie für Priester als auch für alle anwesenden Gläubigen abgeschlossen worden. So haben die Klarissinnen aus Brestovsko bei Kiseljak in Mittelbosnien zusammen mit den Schulschwestern des Hl. Franziskus ihre kostbare Arbeit der Hostienvorbereitung beendet. Am letzten Mittwochnachmittag hat der örtliche Zeremonienmeister Msgr. Mag. sc. Tomo Knežević gemeinsam mit dem Zeremonienmeister des erzbischöflichen Priesterseminars Ivan Ivančević die Schwestern in Brestovsko besucht und die Hostien in Empfang genommen.

Sichtbar ist die Freude an den Gesichtern der Schwestern, die damit ihren Beitrag für diesen großen Tag geleistet haben. Es ist ihnen bewusst, dass diese Früchte der menschlichen und schwesterlichen Hände in der Eucharistiefeier während der Wandlung durch den Papst zum Leib Christi werden.
Sie sagten, dass ihr Beitrag auch nach der Hostienherstellung fortgeführt wird, indem sie im täglichen Gebet sowie der Anbetung vor dem Allerheiligsten dafür bitten werden, dass alles in bester Ordnung verlaufen möge.

Das St. Klara Kloster in Brestovsko bei Kiseljak in Mittelbosnien wurde am 11. Juni 1989 auf die Initiative der Franziskanerprovinz der „Bosna Srebrna“ (Anm. d. Übers.: „Bosna Argentina / Silbernes Bosnien“) gegründet. Vier Schwestern kamen aus dem St. Kara Kloster in Split um in Bosnien und Herzegowina das Werk der Hl. Klara fortzuführen. Nach Plänen des Architekten H. Vinko Grabovac wurde das Kloster in Brestovsko in Mittelbosnien in der Erzdiözese Vrhbosna und in der Nähe der Franziskanerklöster von Sarajevo, Visoko, Fojnica, Kreševo und Kraljeva Sutjeska erbaut.
Es wurde dafür ein geschichtsträchtiger Ort auf einem schönen Hügel in Bresovsko bei Kiseljak ausgewählt. Außer den geistigen Aktivitäten, werden hier die Hostien für die Eucharistieferien im Erzbistum Vrhbosna aber auch anderswo angefertigt.

Am 01. Juni 1993 wurde das stille Leben der Schwestern durch den Krieg gestört. Auch sie wurden davon nicht verschont, denn ihr Gebäude wurde vom Feind in Brand gesetzt und damit die Hälfte ihres Hauses erheblich beschädigt. Mit großer Tapferkeit und enormem Gottesvertrauen haben die
Schwestern alles ausgehalten und haben trotz aller Gefahren das Kloster nicht verlassen.

Die Schwestern teilen abschließend mit, dass das größte Geschenk für jede einzelne Schwester aber auch für das ganze Kloster, die Erlaubnis des Provinzials der „Bosna Srebrna“ ist, nämlich das Kloster verlassen zu dürfen,  um bei der Eucharistiefeier mit Papst Franziskus dabei zu sein und gemeinsam mit allen anderen nahe dem Altar mit Papst Franziskus zu sein.