Am Mittwoch, den 13. Mai 2015 fand in den Räumlichkeiten des Erzbischöflichen Ordinariats in Sarajevo die Pressekonferenz mit Kardinal Vinko Puljić, dem Erzbischof Metropolit des Erzbistums Vrhbosna und dem Vorsitzenden des Kirchenausschusses für die Vorbereitung des Besuches von Papst Franziskus in Bosnien und Herzegowina – am 06.06.2015 in Sarajevo, statt.
Kardinal Puljić hat die Journalisten mit dem aktuellen Stand der Vorbereitungen für den Besuch des Heiligen Vaters informiert, sowie Auskunft über Pilgeranmeldungen, den Vorbereitungen für die Messfeier im Koševo—Stadion und weiteren Begegnungen mit dem Heiligen Vater in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina, gegeben. Ebenfalls stand er Rede und Antwort für die Fragen der Journalisten.

Er teilte mit, dass die Anmeldefrist für Pilger bis zum 20.05. verlängert wurde und, dass bis jetzt mehr als 50.000 Anmeldungen registriert wurden. Er drückte seine Überzeugung, dass alle Angemeldeten Platz im Stadion von Koševo finden werden, aus. Weiter fügte er hinzu, dass die Verteilung der Eintrittskarten am 25. Mai beginnen wird. Er hat alle Pilger dazu aufgerufen, rechtzeitig aufzubrechen, da die Stadioneingänge am 06. Juni bis 9.00 früh geöffnet sein werden.

Kardinal Puljić teilte den Journalisten mit, dass bis zum 11. Mai für die Jugendbegegnung mit dem Heiligen Vater im Erzbischöflichen Jugendzentrum für Jugendpastoral „Johannes Paul II“ ca dreieinhalb Tausend Jugendliche angemeldet sind. Ungefähr 1.500 junge Menschen werden bei der Gebetswache im Stadtteil Stup am Freitag, den 05.06. mitwirken. Er wies darauf hin, dass diese Zahl nicht endgültig ist und, dass ebenfalls ca 500 Freiwillige angemeldet sind.

Er erinnerte daran, dass die Akkreditierung der Medienvertreter am 15. Mai endet und, dass zeitnah die Presseakkreditierung und andere Akkreditierungen stattfinden werden.

Kardinal Puljić hat weiter hervorgehoben, dass er angenehm überrascht über die Berichte der Sicherheitsdienste sei, nach welchen man, wie er betonte, deutlich erkennen könne, dass alles „unter Kontrolle“ sei.

Er drückte seine Freude darüber aus, dass Anmeldungen größtenteils aus Kroatien eingegangen sind, aber auch aus Serbien, Mazedonien, Slowenien sowie aus den Kroatischen kath. Missionen in Deutschland und Österreich und  von einer bestimmten Anzahl von Pilgern aus Italien.

Auf die Frage über bestimmte Reaktionen der Gläubigen aus der Herzegowina, dass der Papst zum zweiten Male die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina besucht, sagte Kardinal Puljić, das Bosnien und Herzegowina ein Land und Sarajevo die Landeshauptstadt ist. Weiter sagte er, dass Papst Franziskus in erster Linie als Oberhaupt der katholischen Kirche kommt und dann auch als Staatsmann. Auf die journalistische Bemerkung, dass der dritte Besuch eines Papstes in Bosnien und Herzegowina die „Medjugorje“ Frage nicht in den Focus gebracht hat, beantwortete Kardinal Puljić damit, dass „das Phänomen an sich  in keiner Verbindung mit dem Papstbesuch einem Land steht“.

Am Ende rief Kardinal Puljić alle Journalisten dazu auf, ein „positives Klima“ zu schaffen und schloss die Pressekonferenz mit den Worten: „Dieses Land benötigt Sonne! Lasst Sonne scheinen!“ ab. (kta)